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Datengestützte Qualitätsanalyse von Microservice-Artefakten in der Softwareentwicklung

Software Entwicklung mit Open Source
10.09.2019: 20 Freie Plätze


9:10 – 17:15 Uhr
HSR Hochschule für Technik Rapperswil
Max. Teilnehmer: 28

Einleitung

Immer häufiger werden Software-Anwendungen mit einem Microservice-Technologiemix aus Containern, Cloud-/Lambda-Funktionen, Service-Brokers und konventionellen sprachspezifischen Artefakten umgesetzt. Die eigenen Microservices werden mit weiteren aus öffentlichen Repositorien ergänzt und an die Datenhaltung angebunden. Hierbei stellt sich die Frage nach der Sicherstellung der Qualität einer solchen Komposition. Mit Hilfe von CI/CD-integrierter Qualitätsprüfung sowie der Analyse von Veränderungen über die Zeit lassen sich Qualitätsprobleme in verschiedenen Bereichen (Code, Konfiguration, Metadaten) feststellen und allenfalls automatisiert reduzieren.

Mehrere der in diesem Workshop vorgestellten Werkzeuge und Verfahren sind neu an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften entwickelt worden, um insbesondere auf die gestiegenen Anforderungen bei Anwendungskompositionen eingehen zu können. Einige dieser Werkzeuge sind bereits bei Schweizer Software-Entwicklungs- und DevOps-Unternehmen im Piloteinsatz. Es werden jedoch auch weitere übliche Validierungswerkzeuge, welche für eine CI/CD-Integration geeignet sind, erläutert. Somit gibt es einen praktischen Wissenstransfer wie auch einen Ausblick auf QA-Werkzeuge, die in den kommenden Jahren an Relevanz gewinnen werden.

Programm

Der Workshop gliedert sich in acht Abschnitte, die überwiegend als Hands-on-Session konzipiert sind.

  1. Input zu Techniken und Qualitätsproblemen in der Software-Entwicklung mit Microservices (60′)
  2. Werkzeuge zur Qualitätsprüfung kennen lernen und ausprobieren (60′)
  3. Input zur automatisierten Zusammenstellung von Qualitätsinformationen (30′)
  4. Datengestützte Werkzeuge kennen lernen und ausprobieren (60′)
  5. Input zur Integration von Werkzeugen in CI/CD-Prozesse (30′)
  6. Exemplarische Entwicklung einer Anwendung mit Microservice-Technologiemix (60′)
  7. Qualitätsverbesserung durch Roundtripping mit Handlungsanweisungen an Entwickler (60′)
  8. Vertiefung und Diskussion demokratisch ausgewählter Themen (30′)

Pausen nach Bedarf ca. alle 1-2 Stunden.

Kursziel

Der Blick der Teilnehmenden auf Qualitätsprobleme in der microservice-basierten Softwareentwicklung wird geschärft, und ein Portfolio von einsetzbaren Validierungs- und Verbesserungswerkzeugen wird praktisch vermittelt.

Adressaten

Softwareentwickler*innen mit dem Anspruch, qualitativ hochwertige microservice-basierte Anwendungsarchitekturen zu erstellen.

Voraussetzungen

Der Workshop ist im Kern polyglott konzipiert. Spezielle Programmiersprachen- oder Cloud-Kenntnisse sind nicht notwendig, ein gewisses Grundwissen zu Microservices wird jedoch empfohlen. Weiterhin sollte die Bedienung der Linux-Kommandozeile (z.B. Aufruf oder Anpassung von Bash-Scripts) geläufig sein.

Infrastruktur

Aus praktischen Gründen und zur Gewährleistung der Softwareinstallationen ist der Workshop auf eine virtuelle Linux-Umgebung ausgerichtet. Die Teilnehme^nden werden gebeten, eine solche allenfalls per virtueller Maschine (z.B. ausreichend dimensionierte Ubuntu 18.04-VM, 4 GB Arbeitsspeicher, 20 GB freier Speicherplatz) auf eigenen Geräten mitzubringen. Ergänzend wird vom Referenten ein SSH-Zugang auf einen zwischen allen Teilnehmenden geteilten Server bereitgestellt, welcher die benötigte Softwarewerkzeuge und Datensätze bereits enthält.


Referenten

Josef Spillner

ZHAW


Josef Spillner ist Leiter des Service Prototyping Lab und Dozent an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Er hat ein klassisches Informatik-Studium mit anschliessender Promotion und Habilitation an der TU Dresden durchlaufen. Seit 2015 unterstützt er Unternehmen in der Schweiz durch angewandte Forschungs- und Innovationsprojekte im Themenfeld der Erstellung und Optimierung von Cloud-Anwendungen. Seine besondere Expertise liegt in cloud-nativen Anwendungsarchitekturen und serverlosen Anwendungen in hybriden Cloud-Umgebungen mit hohem Qualitäts- und Automatisierungsanspruch. Wissenschaftliche Publikationen und eingeladene Fachvorträge in Unternehmen runden sein Portfolio ab.